Kurzsichtigkeit ist in Deutschland auf dem Vormarsch: Mehr als die Hälfte der Hochschulabsolventen in Deutschland leidet bereits an der Sehschwäche – schuld daran sei unter anderem der regelmäßige Gebrauch von Smartphones. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Mainz.

Beim permanenten Betrachten von Nahobjekten erhält das Auge das Signal, zu wachsen. Je länger als Konsequenz der Augapfel sei, desto höher falle die Dioptrinzahl aus, erläutern Augenärzte. Zudem verschlechtere sich die Durchblutung und trage zur Degeneration der Netzhaut bei. Kurzsichtigkeit ist eng mit einem erhöhten Risiko für Folgeerkrankungen verbunden. Hierzu zählen unter anderem ein vorzeitiger Grauer Star oder eine Netzhautablösung.

Zeit in der Natur entlastet die Augen

Georg Eckert, Sprecher des Berufsverbands der Augenärzte, rät dazu, mehr Zeit im Freien zu verbringen. Jede im Freien verbrachte Stunde, sei nicht nur gut für Herz und Kreislauf, auch die Augen erholten sich. Helles Licht hemme über den Botenstoff Dopamin zudem das Augenwachstum und beuge Kurzsichtigkeit vor. Die Wissenschaftler der Universität Mainz empfehlen, mindestens 15 Stunden pro Woche im Freien zu verbringen. Zugleich sollten die Augen weniger als 30 Stunden pro Woche mit Naharbeit wie Lesen und Fernsehen oder dem Arbeiten mit Computern und Smartphones beschäftigt werden.

Die vollständigen Ergebnisse der Studie mit dem Titel „Myopia and Cognitive Performance: Results From the Gutenberg Health Study“ wurden im Fachmagazin „Investigative Ophthalmology & Visual Science“ veröffentlicht.

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Pascal Frai

Pascal Frai ist Wirtschaftsredakteur, PR-Fachmann und Island-Fotograf. Komplexe Themen anschaulich auf den Punkt zu bringen, ist seine Passion.
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