In einem neuen Forschungsprojekt mit Partnern aus ganz Deutschland sollen bis Ende des Jahres 2019 smarte Rollatoren entwickelt werden, die Haltungsfehlern und Stürzen effektiv vorbeugen können. Obwohl Rollatoren Sicherheit im Alltag und mehr Bewegungsfreiheit geben, führt eine falsche Handhabung oder eine falsche Haltung vermehrt zu Stürzen. Die smarten Rollatoren sollen die Haltung des Nutzers per Distanzsensor analysieren und Rückmeldungen über Fehlhaltungen geben.

Das System ist noch nicht entwickelt

Smarte Rollatoren

Foto: Max Pixel  (CC0 1.0)

Das Forschungsprojekt ModESt („Rollator-Modul zur Haltungs-Erkennung und Sturz-Prävention“) ist eine Zusammenarbeit von Informatikern, Medizinern, Physiotherapeuten, einem Rollator-Hersteller und einem Elektronik-Unternehmen und wird mit 912.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die Idee ist, den Rollator mit einer Elektronikbox auszustatten, die das noch zu entwickelnde System enthält. Das System analysiert die Daten der Sensoren und gibt intuitives, dezentes Feedback. Die Umsetzung des Feedbacks ist einer der kompliziertesten Punkte. Es darf nicht ablenken und muss auch auf die Bedürfnisse von Schwerhörigen abgestimmt sein.

Für viele Menschen ist der Rollator mittlerweile unentbehrlich für die Mobilität. Jährlich werden schätzungsweise 550.000 neue Rollatoren verkauft. Auch die Sicht auf die einstmals lästige Gehhilfe ändert sich. Langsam werden Rollatoren zum Lifestyle-Produkt.


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