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Ein Kommentar von Pascal Frai
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Vom Bett aus per Smartphone die Rollos herauf- und herunterlassen, das Licht dimmen, die Heizung ein- und den Fernseher ausschalten. Zugegeben: Das klingt verlockend. Gerade für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Doch die als Smart Home gepriesenen Lösungen machen ihre Anwender vielfach zur leichten Beute für Kriminelle.

Im günstigsten Fall geht es schlicht um Vandalismus

So trägt die Vernetzung der Geräte über das Internet dazu bei, dass Computerprofis eine Wohnung regelrecht kapern können. Warum sollten sie das tun? Im günstigsten Fall geht es schlicht um Vandalismus, wenn plötzlich ein Fremder nachts das Licht anknipst oder die Heizung abdreht. Im schlimmsten Fall bekommt man es mit jemandem zu tun, der über die vernetzten Geräte in Erfahrung bringt, wann die Bewohner außer Haus sind, um dann unbeobachtet einzubrechen.

Übergreifende Sicherheitsstandards sind unerlässlich

Auch häufen sich die Fälle, in denen Erpressung ins Spiel kommt. Der lahmgelegte Fernseher wird dann beispielsweise erst gegen Zahlung einer Summe von 500 Euro wieder freigegeben. Sich gegen solche Attacken zu schützen, ist selbst für computerversierte Nutzer nahezu unmöglich. In der Branche hat ein fatales Windhundrennen begonnen. Smart Home-Anbieter überschlagen sich regelrecht dabei, neue Geräte auf den Markt zu bringen. Auf technische Standards wird nicht gewartet. Genau die sind für übergreifende Sicherheitslösungen aber unerlässlich.

Wer den lächelnden Menschen auf den Produktverpackungen vorschnell vertraut, sieht nur eine Seite der Medaille. Deshalb: Im Zweifel Hände weg vom Smart Home, solange die Technik noch nicht ausgereift ist.

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Pascal Frai

Pascal Frai ist Wirtschaftsredakteur, PR-Fachmann und Island-Fotograf. Komplexe Themen anschaulich auf den Punkt zu bringen, ist seine Passion.
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Kategorien: Meinung

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Noch überwiegen die Risiken”

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