Chinesische Wissenschaftler haben Diabetes-Mäusen erfolgreich neue Zellen eingepflanzt. Das Kontrollieren der eingepflanzten Zellen erfolgt mit dem Smartphone. Die neuen Zellen liefern den Diabetes-Mäusen automatisch Insulin. Die Forscher beschreiben die Methode der Optogenetik in einem Forschungsbericht aus dem April 2017. In dem Feld der Optogenetik nutzen Forscher Proteine, die auf Licht reagieren und regulieren damit biologische Aktivitäten im Körper.

Wie funktioniert Optogenetik?

Für die Produktion von Insulin haben die Forscher menschliche Zellen mit einem pflanzlichen Gen, das auf Licht reagiert, kombiniert. Rotes LED-Licht regt die Zellen dann an, Insulin zu produzieren. Eine eigens entwickelte App steuert die Lichtzufuhr. Mit dem Verfahren kombinieren die Forscher Methoden aus den Bereich Optik und Genetik. Haifeng Ye ist einer der Hauptautoren des Beitrags und Professor an der East China Normal University in Shanghai. Sein langfristiges Ziel ist, „ein vollkommen automatisches System für Blutglukose-Messung und Diabetes-Therapie zu schaffen“. Dieses soll Diabetiker rund um die Uhr überwachen und die Daten an ein Smartphone übertragen.

Beim Menschen wird die neue Technik vorerst im Zusammenhang mit der degenerativen Augenkrankheit Retinitis pigmentosa studiert. Die Forschung erhofft sich Therapiemöglichkeiten für viele weitere Krankheiten wie Parkinson und Schizophrenie. Die Technik steht allerdings noch am Anfang. Hier sind noch viele Fragen offen.
(S.D.)


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