Ein neuer Marktführer unter den Betriebssystemen

Zum ersten Mal seit den 80ern gibt es einen neuen Marktführer unter den Betriebssystemen. Dank der großen Verbreitung von Smartphones und Tablets hat Googles Android erstmalig Microsofts Windows knapp überholt.
Was bedeutet das für die Zukunft? Sehen wir schon wieder Zeiten entgegen, die der Vielfalt der Entscheidungsmöglichkeiten entgegenstehen?

Wie damals, als der gute, alte Brotkasten, namens Commodore 64, dem eigentlich von der Technik her überlegenen Atari 130XE das Wasser abgrub?

Schlägt der Mainstream wieder zu und beraubt mich erneut fantastischer Perspektiven?

Und wann hört das auf?

Muss ich mir nun Sorgen machen, dass irgendwann mein heiß geliebtes Linux gänzlich vom Desktop verschwindet und lediglich sein Dasein als Server-Sklave in der Kommandozeile fristet?

Verschwindet nach Blackberry, Symbian, Ubuntu (Linux) und demnächst wohl auch Windows Phone auch irgendwann iOS komplett vom Smartphone? Ein neuer Marktführer unter den Betriebssystemen – wie wirkt sich das aus?

Marktführer unter den Betriebssystemen - Infografik: Zwei Systeme sie alle zu binden | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Wer außer ein paar begeisterten Enthusiasten, und selbstverständlich den Entwicklern selbst, befasst sich noch mit weniger verbreiteten Lösungen oder Lösungsansätzen? Nutzt etwas anderes als den Marktführer unter den Betriebssystemen?

Braucht es wirklich so etwas wie eine eingeschworene Fangemeinde a la Apple-User, um auch weniger verbreitete Systeme am Leben zu halten?

Woher kommt diese Verdrängung? Gerade in diesem Bereich? Automarken gibt es wie Sand am Meer. Smartphone Hersteller gibt es zu Hauf…

Muss Software, und sei es das Betriebssystem, einfach nur funktionieren? Gerade in diesem Bereich scheint mir die skizzierte Entwicklung am auffälligsten zu sein.

Diversifikation, also die Ausweitung von Wahlmöglichkeiten, scheint hier immer weniger gewünscht oder erfolgreich zu sein. Geht der Trend eher in Richtung Monostrukturen?

Wer kennt und vor allem, wer nutzt denn noch eine andere Textverarbeitung als Word oder eine andere Tabellenkalkulation als Excel?

Dabei gibt es immer noch Alternativen.

Und ein Blick über den Tellerrand kann sich immer noch lohnen. So auch bei der Auswahl der geeigneten App für Ihr Smartphone.

Nicht immer erfüllt die am häufigsten installierte oder am besten bewertete App auch wirklich Ihre speziellen Bedürfnisse. Oft sind es die „Kleinigkeiten“, die die eine App dann doch brauchbarer sein lässt, als die andere.

Als Beispiel möchte ich hier meine eigene, ganz spezielle Suche nach einer Anwendung für die „schnelle Notiz zwischendurch“ anführen.

Mal haperte es an zu langen Ladezeiten der App, wie zum Beispiel bei OneNote von Microsoft, mal war das Programm irgendwie zu „überladen“ und damit nur eingeschränkt smartphone-tauglich, wie zum Beispiel Evernote und mal bot es dann doch ein kleines bisschen zu wenig an Funktionalität, wie zum Beispiel ColorNote.

Auch ein weniger gelungenes Design kann einem den Spaß vermiesen, genauso wie eine nicht durchdachte Usability, also die einfache Bedienbarkeit eines Systems.

Wichtig war für mich vor allem die Möglichkeit meine Notizen auch diktieren zu können. Das erledigen zwar viele Apps vom Grundsatz her, allerdings speichern die wenigsten neben dem erfassten Text auch noch die Audio-Daten.

Um es genau zu sagen: Außer „Google Notizen“, habe ich da keine weitere gefunden, die das kann.

Und da geht noch mehr

Google Notizen Notizen (kein schriftliches Stottern – ich meine die mit „Google Notizen“ erstellten Notizen) lassen sich nicht nur über auf dem Smartphone installierte Apps teilen, sondern auch in ein Google-Dokument kopieren. Sehr nützlich zur weiteren Ausarbeitung.

Notizen können außerdem eine Erinnerungsfunktion bekommen. Diese kann nicht nur durch die passende Uhrzeit am passenden Datum oder wiederkehrend ausgelöst werden, sondern auch abhängig vom Ort.

Sie betreten den Supermarkt? Google Notizen meldet sich mit Ihrer Einkaufsliste und sorgt für einen reibungslosen Ablauf.

Ach ja, „Checklisten“ kann es auch. Und wenn es sein muss, können Sie Ihre Notiz sogar auf dem Touchscreen malen und sie für eventuelle Mitarbeiter freigeben.

Und das Ihre Notizen auch auf dem Desktoprechner im Browser zur Verfügung stehen, kann ja auch nicht schaden.

Also doch: Es kann nur einen geben?

Was meinen Sie? Lohnt es sich Vielfalt zu erhalten?

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Karsten Paech

Webentwickler bei KP-Webdesign
Begeisterter Onliner; Webdesigner oder besser: Webentickler (Drupal, WordPress - http://www.kp-webdesign.de); IT-Allrounder mit Überblick.
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